Freiwilligenagentur Haren

Beiträge / Pressespiegel

Mobilität und Selbstvertrauen

Fahrradtraining für Frauen fördert Integration in Haren

Von Heinrich Schepers

Haren. Teilnehmer aus unterschiedlichen Kulturkreisen haben während eines zehntägigen Kurses unter der fachkundigen Anleitung einer Trainerin das Fahrradfahren auf dem Schützenplatz in Haren erlernt.

 

Die Organisatoren haben vor allem Frauen angesprochen, die über das Fahrradfahren mehr Mobilität und Selbstvertrauen erhalten. So soll ein Beitrag für die Integration geleistet werden.

Das Radfahrtraining wurde von der Katholischen Erwachsenenbildung Emsland Mitte e.V., der Stadt Haren und der Freiwilligenagentur Haren organisiert. Martin Schwill von der Harener Freiwilligenagentur berichtete, dass der Kurs zum zweiten Mal stattfand. „Die Nachfrage war auch in diesem Jahr groß“, so Schwill. „Wir sprechen gezielt Frauen aus anderen Kulturkreisen an, die bislang noch kein Fahrrad gefahren haben“, sagte Annegret Schepers, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Haren.

Auch ein Mann dabei

In ihren Herkunftsländern sei es Frauen oft nicht erlaubt, Fahrrad zu fahren. Die Möglichkeit, dies in ihrer neuen Heimat nachzuholen, werde daher gerne genutzt. „Das Fahrrad erhöht die Mobilität. Behördengänge, der Einkauf oder Besuche von Veranstaltungen in der Stadt oder bei Freunden und Verwandten können selbstständig bewältig werden“, so Schepers. Dies trage viel zum Selbstbewusstsein der Frauen bei. In diesem Jahr durfte aber auch ein Mann teilnehmen, der den Kurs gerne mit seiner Ehefrau absolvieren wollte. „Da haben wir eine Ausnahme gemacht“, sagte Schepers. „Frauen, die das Fahrradfahren beim letzten Kurs gelernt haben, fahren heute selbstsicher durch Haren. Das ist schon ein Erfolg“, resümierte Ljiljana Topalovic, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Haren.

 

Zehn Teilnehmer haben den Fahrradkurs absolviert, der von der Katholischen Erwachsenenbildung Emsland Mitte, der Stadt Haren und der Freiwilligenagentur Haren organisiert wurde. Foto: Heinrich Schepers

 

Zurückhaltend und unsicher

Nach neun Tagen zogen die Teilnehmerinnen bereits routiniert mit dem Fahrrad ihre Bahnen auf einem Parcours, der auf dem Harener Schützenplatz eingerichtet wurde. Trainerin Theresia Debeerst-Debevere zeigte sich zufrieden. „Am Anfang waren alle Beteiligten noch sehr zurückhaltend und unsicher. Jetzt haben fast alle den Bogen raus“, freute sich Debeerst-Debevere. „Zu Beginn nehmen wir noch einen Roller, um das Gleichgewicht auf einem Zweirad zu üben. Dann steigen die Kursteilnehmer auf ein Kleinrad um“, berichtete die Trainerin. Sobald die notwendige Sicherheit vorhanden sei, würden große Räder genutzt. Diese wurden von der Hasetal-Touristik leihweise zur Verfügung gestellt. Das Erlernen der Verkehrsregeln erfolge über einen mehrsprachigen Flyer, so Debeerst-Debevere. Der Kurs wurde mit einer Radtour durch Haren unter der Leitung der Freiwilligenagentur abgeschlossen.

 

Voller Erfolg

Anne Deeken-Köbbe von der Katholischen Erwachsenenbildung sieht das Radtraining als vollen Erfolg an. „Die Frauen profitieren sehr von dieser Aktion. Sie lernen nicht nur das Radfahren, sondern knüpfen auch untereinander Kontakte“, so Deeken-Köbbe. Ein großes Lob ging an die Sponsoren für die Unterstützung bei der Anschaffung von Rollern und Kleinrädern sowie an den Harener Werkhof, der den Schützenplatz für die Aktion hergerichtet hatte.

 

Quelle: Meppener Tagespost vom 04.07.208 online

Hilfe für die Angehörigen

 

Haren (eb) – Mit Rosen und Zertifikaten verabschiedeten jetzt Ina Schoneville vom Seniorenzentrum Haren und Martin Schwill von der Freiwilligenagentur sowie die Referentin Wiebke Niers (l.) von Wörheide Konzepte die Teilnehmer der Kursreihe „Begleitung im Andersland“. Im Vordergrund der Fortbildung, die sich an Angehörige von Demenzkranken richtet und die in Zusammenarbeit mit den Pflegekassen jährlich in Haren angeboten wird, stand neben der Informationsvermittlung auch der Austausch von persönlichen Erfahrungen. Mut, Kraft und neue Impulse für den Umgang mit den betroffenen Familienmitgliedern ergaben sich ebenso. Weiterhin ging es um den Krankheitsverlauf und um die Möglichkeit, auch einmal an sich selbst zu denken. Die Gruppenatmosphäre ermöglichte auch offene Gespräche. Foto: Freiwilligenagentur  Haren

 

 

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Quelle: EL Kurier vom 25.03.2018 online